Verein zur Förderung der Kunst und Identität Hörgeschädigter

 

Satzung des Vereins

Präambel:

Der Verein wird im Andenken an das Lebenswerk des gehörlosen Künstlers Albert „Fise“ Fischer (1945 – 2003) gegründet. Fise setzte sich Zeit seines Lebens für die Belange der Hörgeschädigten ein. Seine Arbeit soll Vorbild und Ansporn sein.

 § 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

 (1) Der Name des Vereins lautet „Verein zur Förderung der Kunst und Identität Hörgeschädigter - FISE“. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach der Eintragung führt er den Rechtsformzusatz „e.V.“

 (2) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 (3) Der Verein hat seinen Sitz in 85521 Ottobrunn.

 § 2 Zweck des Vereins, Gemeinnützigkeit

 (1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke "der Abgabenordnung.

(2) Zweck des Vereins ist die Förderung der Kunst und der Hilfe für Behinderte.

(3) Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch:

-  die Vorbereitung und Durchführung von Ausstellungen mit Werken gehörloser und hörgeschädigter Künstler; dabei soll die Inklusion  - im Sinne der UN-

 Behindertenrechtskonvention  - von gehörlosen und hörgeschädigten Künstlern im Vordergrund stehen.

-  Öffentlichkeitsarbeit; visuelle Medien wie Print und TV sollen auf die Kunst und die Belange der Hörgeschädigten aufmerksam gemacht werden sollen.

-  die Stärkung der Identitätsfindung und des Selbstbewusstseins hörgeschädigter Jugendlicher. Dazu werden unter anderem Führungen durch die Ausstellungen des Vereins veranstaltet. Außerdem veranstaltet der Verein Kurse, in denen Gebärdensprache und – poesie unterrichtet werden.

 (4) Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 § 3 Erwerb der Mitgliedschaft, Mitgliedsbeiträge

 (1) Der Verein hat ordentliche Mitglieder und Fördermitglieder.

 (2) Die Mitgliedschaft im Verein kann auf schriftlichen Antrag jede natürliche und juristische  Person erwerben, die gewillt ist, den Vereinszweck zu fördern. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

 (3) Fördermitglieder unterstützen den Verein ideell und materiell. Fördermitglieder haben kein Stimmrecht in der Mitgliederversammlung.

 (4) Ein Anspruch auf Aufnahme besteht nicht. Die Ablehnung des Aufnahmeantrags ist nicht anfechtbar und muss nicht begründet werden.

 (5) Mitglieder bezahlen einen Jahresbeitrag. Über die Höhe und Fälligkeit des Beitrags beschließt der Vorstand. In begründeten Ausnahmefällen können bedürftige Mitglieder durch Beschluss des Vorstands beitragsfrei gestellt werden.

 § 4 Beendigung der Mitgliedschaft

 (1) Die Mitgliedschaft endet durch freiwilligen Austritt oder Ausschluss.

 (2) Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Der Austritt kann nur zum Jahresende erfolgen und muss spätestens am 30.9. des Jahres beim Vorstand eingehen.

 (3) Ein Mitglied kann jederzeit mit sofortiger Wirkung durch Vorstandsbeschluss aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es in grober Weise gegen die Interessen des Vereins verstößt oder ein sonstiger wichtiger Grund vorliegt.

 § 5 Die Organe des Vereins

 Die Organe des Vereins sind

 -      die Mitgliederversammlung

-      der Vorstand.

 § 6 Der Vorstand

 (1) Der Vorstand besteht aus:

-      dem ersten Vorsitzenden

-      dem stellvertretenden Vorsitzenden

(2) Der Verein wird gem. § 26 BGB gerichtlich und außergerichtlich vertreten durch den ersten Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden jeweils allein.

 (3) Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung für die Dauer von 3 Jahren gewählt. Sie bleiben bis zur Neuwahl im Amt. Die vorzeitige Abberufung eines Vorstandsmitglieds ist nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes zulässig.

 (4) Der Vorstand ist verantwortlich für:

 1.         die Führung der laufenden Geschäfte;

2.         die Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung;

3.         die Verwaltung des Vereinsvermögens;

4.         die Aufstellung eines Haushaltsplans für jedes Geschäftsjahr;

5.         die Buchführung;

6.         die Erstellung des Jahresberichts;

7.         die Einberufung der Mitgliederversammlung.

 (5) Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben, in der die Aufgabenbereiche der einzelnen Vorstandsmitglieder festgelegt werden.

 (6) Der Vorstand haftet gegenüber dem Verein und seinen Mitgliedern nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

 § 7 Vergütung des Vorstands

 Vorstandsmitglieder dürfen eine angemessene Tätigkeitsvergütung für Zeit – und Arbeitsaufwand erhalten. Über die Gewährung und Höhe der Vergütung beschließt die Mitgliederversammlung.

 § 8 Kassenprüfung

 Die Mitgliederversammlung kann jeweils für eine Amtszeit von zwei Jahren einen Kassenprüfer wählen. Dieser überprüft am Ende eines jeden Geschäftsjahres die Buch- und Kassenführung. Der Kassenprüfer erstattet Bericht in der nächstfolgenden Mitgliederversammlung.

 § 9 Ordentliche Mitgliederversammlung

 (1) Die ordentliche Mitgliederversammlung wird mindestens einmal jährlich abgehalten. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand schriftlich oder per E – Mail einberufen unter Einhaltung einer Frist von vier Wochen. In der Einladung sind die Tagesordnung sowie die Gegenstände der anstehenden Beschlussfassungen anzugeben. Jede Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.

 (2) Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:

 1.         die Wahl und Abberufung der Vorstandsmitglieder;

2.         die Wahl der Kassenprüfer;

3.         die Entgegennahme des Jahresberichts des Vorstands und die Entlastung des Vorstands;

4.         die Beschlussfassung über Satzungsänderungen und die Auflösung des Vereins.

 (3) Die Beschlussfassung der Mitgliederversammlung erfolgt mit einfacher Mehrheit.  Stimmvollmachten sind zulässig. Ein Bevollmächtigter darf bis zu zwei Stimmrechte anderer Mitglieder ausüben. Auf Antrag beschließt die Mitgliedersammlung, ob geheim abgestimmt wird. Bei Wahlen ist der Kandidat gewählt, der die meisten Stimmen auf sich vereint. Bei Stimmengleichheit findet eine Stichwahl zwischen den Kandidaten mit den meisten Stimmen statt. Ergibt diese Wahl wieder Stimmengleichheit, entscheidet das Los.

 (4) Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins bedürfen einer Mehrheit von ¾ der abgegebenen Stimmen.

 (5) Die Versammlung wird vom dem ersten oder dem stellvertretenden Vorsitzenden geleitet. Bei deren Abwesenheit wählt die Versammlung den Versammlungsleiter. Der Versammlungsleiter bestimmt den Protokollführer.

 § 10 Protokollierung von Beschlüssen

 Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Versammlungsleiter und Protokollführer zu unterzeichnen ist.

 § 11 Außerordentliche Mitgliederversammlung

 (1) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn dies im Interesse des Vereins erforderlich erscheint oder wenn die Einberufung von mindestens 20 % der Mitglieder schriftlich unter Angabe von Zweck und Gründen verlangt wird.

 (2) Für die außerordentliche Mitgliederversammlung gelten die Regelungen in §§ 9 und 10  der Satzung entsprechend

 § 12 Satzungsänderungen durch den Vorstand

 Der Vorstand darf Satzungsänderungen, die von einem Gericht oder einer  Behörde verlangt werden, beschließen.

 § 13 Auflösung des Vereins, Mittelverwendung

 Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den „Gehörlosenverband München Umland e.V.“, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

 Die Satzung wurde errichtet in der Gründungsversammlung am ……………. in …………………

Unterschriften der Gründungsmitglieder